Hauptversammlungen

Jahreshauptversammlung 2017

Jahreshauptversammlung 2017: Essenrode hilft 2.0

Hier gibt es  das offizielle Protokoll zum Download

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Am 17. Februar 2017 um 19:30 Uhr fand im Dorfgemeinschaftshaus die Hauptversammlung des Bürgervereins Essenrode statt. Der Einladung waren rund 40 Mitglieder gefolgt, auch alle 10 Vorstandsmitglieder waren anwesend. 

Durch die Tagesordnung führte der 1. Vorsitzende Carsten Brendes, nachdem die Formalia wie ordnungsgemäße Einladung und Beschlussfähigkeit abgehakt waren, berichteten einige Vorstände über die Aktivitäten des Vereins in 2016 und gaben einen Ausblick auf geplante Vorhaben.

  • Helmut Schneider konnte mitteilen, dass sich die vier traditionell vom Bürgerverein organisierten Festivitäten Schlachte-Essen, Frühlings- & Herbstfest und der Weihnachtsmarkt anhaltender Beliebtheit erfreuten und allesamt gut besucht waren. Gern wird diese lebendige Pflege der Dorfgemeinschaft auch in 2017 fortgeführt.
  • Große Anerkennung fand beim Bericht von Siegfried Kuss, welche Leistung die ehrenamtlichen Helfer für die Flüchtlinge im Containerpark erbracht hatten. So wurden allein in 2016 etwas 200 Deutsch-Unterrichtseinheiten durchgeführt.
  • Marlene Dannheim-Mertens organisiert mehrfach wöchentliche Einkaufsfahrten zu Supermärkten.
  • Die AG Freizeit & Beschäftigung unter Federführung Ralf Bayers verhalf den Sudanesen zu Wanderungen rund um Essenrode sowie zahlreichen Ausflügen in Museen, ins Phaeno, die Autostadt, zum VFL Wolfsburg oder zum Schwimmen. Auch sportlich waren einige Flüchtlinge durch Unterstützung des TUS immer wieder aktiv.
  • Für 2017 berichtete Helmut Schneider, dass der Bürgerverein einen Anbau an die Sporthalle anstrebt. Der 4x10m große Raum soll als Lagerort für Tische, Stühle und Pavillons dienen. Diese werden derzeit von den Vereinen bereits genutzt, müssen aber mangels räumlicher Möglichkeiten verteilt auf mehrere verschiedene Orte untergebracht werden. Durch die zentrale Lagerung soll hier leichterer Zugriff ermöglicht und das derzeitige Provisorium beendet werden.
  • Die Anwesenden beschlossen mit großer Mehrheit, dass aus der Vereinskasse der Gemeinde Lehre ein erheblicher Zuschuss in Aussicht gestellt werden soll, um die Chance einer baldigen Realisierung zu fördern.
  • Auf der letzten Hauptversammlung gab es die Frage, ob angesichts nicht vorhandener Geschäfte denn nicht Betreiber von Verkaufswagen angesprochen werden könnten, Essenrode mit in Ihre Tour aufzunehmen. Als ersten kleinen Erfolg konnte Helmut Schneider vermelden, dass ab dem 22. Februar 2x wöchentlich ein Bäckerwagen ins Dorf kommt. Dieser wird Mittwochs um 10:30  und Samstags um 11:30 auf dem Dorfplatz stehen

  • Marlene Dannheim-Mertens trug anschließend den Kassenbericht 2016 vor. Durch Veranstaltung der Feste, den Betrieb der Kartoffelkiste, Spenden und Mitgliedsbeiträge hatte der Verein mehr Einnahmen als Kosten. Die Kassenprüfer attestierten Marlene vorbildliche Kassenführung, so dass der Vorstand von der Versammlung entlastet wurde.

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  • Als letzten Punkt der Tagesordnung hielt Mark Czylwik einen Vortrag zum Thema Caring Communities (Sorgende Gemeinschaften).
    Wie in Essenrode gibt es in etlichen Dörfern ähnliche Entwicklungen zu verzeichnen: Bäcker, Schlachter, Post, Geschäfte und Kneipen schließen, Ärzte finden bei Pensionierung keinen Nachfolger und schließen die Praxis, die Busanbindung ist dürftig. Ebenso schwindet der Familienverbund, bei dem mehrere Generationen unter einem Dach wohnen und sich um Familienmitglieder kümmern.
    In Folge dessen sinkt die Lebensqualität und Vielfalt, und immer häufiger bleibt älteren Menschen nur die Wahl, das geliebte Zuhause im Dorf gegen einen Platz im Altenheim einzutauschen.
    Auf einem Vortrag der ASG (Agrarsoziale Gesellschaft) wurden drei erfolgreiche Bürgerinitiativen vorgestellt, die jeweils eigene Rezepte für mehr Leben im Dorf gefunden haben. So organisiert "Hand in Hand im Bördeland" Hilfe für Haus & Garten, Pflege & Einkäufe; in Resse hat man unter dem Dach einer eigenen Genossenschaft Räumlichkeiten für Arzt & Supermarkt geschaffen und wieder Infrastruktur im Ort. Und in Wahrenholz wurde eine alte Schmiede im Ortskern zu einer dörflich-gemeinschaftlicher Wohnanlage für ambulant betreutes Wohnen umgebaut.
    All diese Beispiele sind nicht 1:1 auf Essenrode übertragbar, bieten aber zahlreiche Ideen.

    Da sich für die Flüchtlinge in Essenrode 70 freiwillige Helfer gefunden haben, hofft Mark Czylwik für ein "Essenrode hilft 2.0" auf reges Engagement.
    In einem ersten Schritt möchte der Bürgerverein ein Team für einen Workshop zur Erarbeitung von machbaren Ideen für Essenrode zusammenstellen - vielleicht ja sogar in Zusammenarbeit mit weiteren Ortschaften der Gemeinde.

    Bitte unterstützt uns bei der Ideenfindung, um auch Essenrode in dieser Hinsicht aus dem Dornröschenschlaf zu wecken! Meldet Euch bis 20. Mai unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Telefon 05301/1245. Wir rufen dann alle Mitmachenden zu einem Treffen zusammen

Hier gibt es eine Zusammenfassung des Vortrages als PDF: Caring Communities